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REVIEWS:

 

[…] Mit weitaus traditionelleren Mitteln geht das deutsche Duo I Am The Fly ans Werk. Und dennoch wirken sie neu und aufregend. Denn ihr minimalistischer Ansatz steht im krassen Gegensatz zu den selbst in alternativen Musikabteilungen vorherrschenden überproduzierten Stücken. Bereits ihr Bandname liefert den Hinweis auf ihre musikalische Prägung. "I Am The Fly" war ein kleiner Hit von Wire, die anno 1978 maßgeblich den Post-Punk respektive Art-Punk vorangetrieben haben. In dieser Genealogie sehen sich I Am The Fly auch, und obwohl keine zwei Jahre bestehend, könnte man meinen, dass sie eine jener vergessenen Kunststudenten-Combos aus dieser Zeit wären, die in irgendwelchen abrissreifen Bauten ihre spontanen DIY-Konzerte gegeben haben. Das Duo selbst hat ein einfaches, aber wirkungsvolles Konzept entwickelt: Es versteckt seine Antlitze hinter leicht gruseligen Fliegenköpfen, nennt sich MUSCA domestica und MUSCA domestica und ist mit einer knarzigen Orgel, einer Drummachine auf dem technischen Stand von vor 40 Jahren und einem E-Bass unterwegs. Dementsprechend zischelt, fiept und rumpelt es in den Stücken wie einst bei Alan Vega selig und Martin Rev mit ihrem einflussreichen Synth-Punk-Projekt Suicide. I Am The Fly erzeugen alptraumhafte, beklemmende Szenarien. Ganz so, als würden sich die Insekten zum Frontalangriff auf die Menschen formieren. Dabei pflegen sie einen genialen Dilletantismus, schneiden die Aufnahme zu "neurosurgery" unvermittelt ab oder lassen in "parallel lines (should never cross)" die Orgel fast schon unter Ächzen ob ihres Alters die Töne ausspucken. Derart radikal reduziert rauschen die vier Songs ihrer ersten Veröffentlichung nur so an einem vorbei. 2018 ist das neue 1978.

 

http://unter-ton.de (September 2018)

 

 

Hatten mich eigentlich schon vor dem ersten Ton aufgrund der ziemlich genialen D.I.Y.-Verpackung und ein zweites Mal nach dem kompletten Durchlauf. Auch wenn die beiden es vielleicht nicht wissen, sie klingen mit dem Uralt-Drumteil und der kaputten Orgel ein wenig wie die ehrwürdigen Kassettentäter von HEUTE, auf die noch ein geiler Bass gelegt wurde und ein englischsprachiger Gesang, den man sonst nur bei Post-Punk-Gothic-Bands findet. Selten einen derart gut gemachten Retrosound gehört, der ganz und gar nicht gewollt auf alt getrimmt klingt. Wenn nicht alle Label pleite oder gehörlos sind, sollte sich hier schnell eine kleine Schlange bilden. Sehr cool!

 

Ox-Fanzine / Ausgabe #134 (November 2017)

 

 

[…] Die Songs sind teils düster und wavig, aber eben auch klassisch punkrockig. […] I Am The Fly gehören zu denen, die’s drauf haben. Das Artwork mit der Fliege ist genial, die Augen sind Cut-Outs, die CD mit der Netzoptik dahinter stellt damit die verspiegelten Fliegenaugen dar, mega geil. Die Band schreibt, dass sie derzeit an einer Liveumsetzung der Songs arbeitet, da sag ich mal: „Ja bitte, nennt mir die Tourdaten!“

 

Plastic Bomb Fanzine / Ausgabe #101 (November 2017)

 

 

Spätestens seit dem Erscheinen von Suicide und Devo wurde klar, dass Synthesizer und Punk ergänzend und in vollkommener Symbiose miteinander leben können. Das wissen die zwei Menschen, die bei I Am The Fly die Strippen ziehen und sich hinter ihren Pseudonymen „MUSCA domestica (organ / synth, drummachine)“ und „MUSCA domestica (bass, vocals)“ eine eigene Version von „Punk“ basteln. Eine bizarre und düstere Tonwelt aus einer verzerrten, beißenden Orgel, eine monotone alte Drum-Machine aus den 70ern, ein puristischer, zerriger Bass und einem nicht immer melodiösen und eher monomanischen Gesang. […] Ihre s/t Debüt EP (eine sehr hübsche sei hier angemerkt) beherbergt 4 minimalistische Synth-Punk Songs, die mir persönlich wie ein kurzer Trip durch Burroughs´ Interzone vorkommen- skurril, eigenwillig, nihilistisch und bizarr.[…]

 

http://www.prettyinnoise.de (August 2017)